DIY - 9 schöne Verpackungen
für Geschenke mit Packpapier

Es ist bald soweit - Weihnachten, meine ich - und ich habe nicht mal alle Geschenke da. Die Kinder waren - selbstverständlich nacheinander, was sonst... - krank, im Haus gibt es viel zu tun, für den Job auch... Aber immerhin weiß ich, WIE ich dieses Jahr unsere Geschenke einpacken werde, wenn ich schon das WAS noch nicht ganz da habe... 

Meine diesjährige Geschenkverpackung wird chic aber gleichzeitig schlicht sein - als Kontrast zu unserem Tannenbaum, der immer mit viel Bling-Bling in Rot und Gold dekoriert ist (aber kein Lametta! - lieber 200 kleine Lichter ;-)).


Daher möchte ich heute mit Euch das WIE teilen, ich zeige Euch also, wie man mit wirklich einfachen Materialien, die wahrscheinlich fast jeder zuhause hat (ein Hoch auf Upcycling und Recycling!), schöne und wirkungsvolle Geschenkverpackungen zaubert. Denn eine schöne, liebevoll gestaltete Verpackung ist genau so wichtig wie das Geschenk selbst, finde ich.

Es lohnt sich wirklich, sich nicht nur um den Inhalt, sondern auch um das Äußere eines Geschenks Gedanken zu machen. Persönlich packe ich nichts mehr in üblichem Geschenkpapier ein. Meistens ist zu viel Muster drauf und alles wirkt zu beladen, denke ich, wenn man noch eine Schleife oder Deko darauf packt. Daher bin ich schon länger ein Befürworter des ganz normalen Packpapiers geworden - meistens im üblichen braun, aber manchmal auch anders- aber jedenfalls einfarbig. Man hat Hunderte von Möglichkeiten, solche Päckchen zu dekorieren, dem Anlass entsprechend, ganz chic oder ganz verspielt, so wie hier vielleicht.

Also, hier kommen 9 Varianten von Verpackungen für Weihnachtsgeschenke mit Packpapier und sonstigen einfachen Materialien:

Zuerst die Tannenbäume, vieles um Weihnachten dreht sich schließlich darum. Das linke und das rechte Geschenk sind jeweils in ganz normalen braunen Papiertüten verpackt. 

Auf dem linken Geschenk habe ich mit einem runden Stempel (geht auch mit dem Radiergummi eines Bleistiftes) weiße Kreise aufgestempelt, die ich dann mit einem weißen Marker etwas akzentuiert habe, der Stern ist auch mit dem Marker angemalt.

Für das Geschenk rechts (Idee von hier) habe ich Papierschnipsel aus einem alten Buch abgerissen und auf die Tüte geklebt, der Stern ist mit Marker angemalt. Falls Ihr kein altes Buch habt, dass Ihr verwenden könnt bzw. wollt, geht in die Bücherei, meistens verkaufen sie da für ganz wenig Geld alte Bücher. Meine Schnipsel sind aus einem wirklich dickem Walzer zum Thema Heilpflanzen, das habe ich in der Bücherei für 1€ bekommen! Hunderte von Seiten Bastelspaß!

Das mittlere Päckchen ist gleich zweimal eingewickelt: zuerst das Geschenk mit weißem (oder farbigem) Papier einwickeln. Auf dem braunen Papier ein achsensymmetrisches Motiv (wie diese Tanne, ein Herz geht z. B. auch) zeichnen und die Hälfte davon mit einem Cutter oder Papierskalpell vorsichtig schneiden. Dann die so geformte "Lasche" umklappen und ggf. etwas ankleben (damit sie geöffnet bleibt) und das Geschenk dann mit diesem braunen Papier einwickeln, so kommt das weiße Papier unter dem ausgeschnittenen Motiv zur Geltung. Ggf. auch mit Bäckergarn umwickeln.
Für diese zwei Päckchen braucht Ihr ebenfalls Bäckergarn. Dazu noch ausgestanzte Sterne (oder Herzen, Tannenbäume, Kreise...) aus alten Buchseiten für das erste Geschenk.

Für das zweite Geschenk Washi Tape Streifen (leicht) auf Backpapier kleben und in Form von Socken ausschneiden (Washi Tape lässt sich sonst nur schwer ausschneiden, weil die Schere daran klebt - daher muss man das vorher auf eine Unterlage wie Backpapier kleben). Dann vom Backpapier lösen und auf das Geschenk kleben. Wenn sich das nicht lösen lässt, dann einfach samt Backpapier aufs Geschenk kleben. Darauf Sockenkonturen mit einem Fineliner malen und Bäckergarn (als Leine) umbinden. Man könnte sicherlich auch ein Kamin (mancherorts hängen man ja die Socken für die Geschenke am Kamin) drumherum malen.
Für das Päckchen links braucht man nur Muffinformen. So eine Papierform für Muffins (oder Pralinen) platt drücken und zur Hälfte falten, dann wiederum zur Hälfte falten - so entstehen die Dreiecke. Diese übereinander kleben und ggf. mit einem (silbernen) Marker "Lametta" darauf malen oder anders verzieren. Der Stern ist auch angemalt.

Beim mittleren Geschenk ist das Etikett das Besondere. Die Idee habe ich hier entdeckt und musste sie unbedingt ausprobieren. Eine Erdnuss vorsichtig mit einem Messer längs halbieren und mit Heißkleber auf ein Etikett ankleben, Augen, Nase und Geweih mit schwarzem Marker anmalen - die Ohren habe ich vergessen, ups!. (Eine rote Nase ist auch lustig!). Mit Bäckergarn fixieren.

Rechts habe ich Buchstaben aus dem alten Buch ausgeschnitten und diese auf das mit weißem Marker verzierte Etikett angeklebt. Wer kein altes Buch hat kann die Buchstaben auch stempeln. Mit Bäckergarn an das Geschenk anbringen und mit Piniennadeln (wie beim weißen Geschenk auch) verzieren.

Die Kugeln sind mit einer Kreisstanze ausgestanzt (ja, auch aus dem alten Heilpflanzenbuch) und auf das Geschenk geklebt. Angemalte Fäden und ein mit Heißkleber angebrachter Tannenzweig machen das zu einem perfekten kleinen Weihnachtsgeschenk.
Ich habe noch unzählige weitere Ideen, wie ich solche Geschenke verpacken könnte und ich kann kaum erwarten, dass ich endlich alle Geschenke zusammen habe, damit ich loslegen kann. Jedenfalls finde ich solche Päckchen viel schöner als riesige Pakete - wie sie manchmal bei uns unter dem Tannenbaum stehen, wenn sich z. B. auch die Omas und Opas bei einem "großen" Geschenk beteiligt haben. Solche große Geschenkkisten sind viel komplizierter zu verpacken, finde ich, obwohl man da eine deutlich größere Fläche für die Deko "zum Austoben" hat. Aber solange unser Sohn noch mit Begeisterung mit den bunten Bausteinen bauen und mit den immer lachenden Figuren aus den blauen Verpackungen spielen wird, fürchte ich, dass ich um solche Riesengeschenke nicht drumherum kommen werde...
Und wie verpackt Ihr Eure Geschenke am liebsten?

Ich bin gespannt, ob ich hier weitere Verpackungsideen finden werde, Kreatives aber jedenfalls!

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