DIY Macarons Seife

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Oh là là! Mögt Ihr auch Macarons? Ich gebe zu, ich mag sie nicht nur, ich liebe sie. Sie sind ja ein bisschen wie Baisers, die ich immer schon mochte, nur in "chic" und wegen der Füllung auf jeden Fall leckerer.


Nun, ich muss Euch leider enttäuschen, denn diese hier kann man nicht essen - und sollte man auch nicht. Der Schein trügt, das sind keine essbaren Macarons, das ist Seife! Die sehen aber toll aus, die Macarons Seifen, oder? ;-)

Solche Macarons - bzw. Seife getarnt als Macarons - kann man nicht nur im eigenen Bad zum Händewaschen verwenden, sondern man kann sie auch wunderbar verschenken. Und somit komme ich zu dem eigentlichen Grund, warum ich sie gemacht habe: das hier ist mein letzter Post zur Feier der YEY! Party (Ihr erinnert Euch vielleicht: YEY!, die Party-Produktfamilie von Rico Design, feiert den neuen, eigenen Instagram Account und ich trage etwas dazu bei) und da bei jeder Feier die Geschenke nicht fehlen dürfen, habe ich nun Geschenke in Seifenform gemacht.


Und, stellt Euch vor, sie könnten sich als Geschenk zu (fast) jeder Party gut eignen: Geburtstagsparty, Baby-Shower & Bridal-Shower (die scheinen hier bei uns auch in Mode zu kommen), Junggesellinnen-Party, ja gar eine Hochzeit. Schön verpackt, man kann sie der gefeierten Person schenken oder auch seinen Gästen, als kleines Dankeschön fürs Dasein bzw. fürs Kommen.

Sie sind nicht so schwer zu machen, wie man denkt, sie brauchen aber ein bisschen Zeit. Aber keine Sorge, ich zeige Euch Schritt für Schritt, wie das geht.


Da wir mit Seife arbeiten, die man gießen kann, brauchen wir eine Form, in der wir die warme, flüssige Seife gießen. Nun, Silikon-Formen bzw. Mulden für Macarons kann man zwar kaufen, aber die sind so flach, die sind ja zum Backen und nicht zum Seifengießen geeignet. Wir brauchen eine Gießform, die die tatsächliche Form einer Macaron-Hälfte hat, mit diesen ganzen "Füßchen", wie sie heißen. Und diese Form bzw. sechs davon habe ich aus Silikon gemacht.

Ja, ganz normales Silikon in der Tube, aus dem Baumarkt. Das, was man auch zum Verfugen der Badewanne benutzt. 

Dazu komme ich aber gleich. Erst einmal brauche ich aber Macarons-Prototypen, die ich mir aus Fimo gebastelt habe.

Macarons-Prototypen

- ein Stück Fimo (hier Fimo Air, ohne Backen) gut zu einem Ball kneten und platt drücken / rollen (ca. 5-7 mm hoch)
- mit einem Plätzchenausstecher einen Kreis daraus formen (und dann nicht mehr für echte Plätzchen benutzen!!!)
- Mithilfe eines Stiftes / Pinselstiels und eines Modellierwerkzeugs (ein Kuli geht aber auch) die typischen Macarons-Füßchen schaffen (den Rand etwas platt und wellig zusammendrücken und "Luftbläschen" darin piksen)
- Die Macaron-Hälften komplett trocknen lassen (je nach Packungsangabe, aber auf jeden Fall einen Tag; Fimo Air muss nicht gebacken werden)
- In eine Schüssel (die Ihr bitte nicht mehr für Essen benutzen werdet) Wasser geben und genug Spüli zufügen, bis sich das Ganze schön seifig anfühlt
- Silikon aus der Tube hineinpumpen - alles auf einmal ist nicht notwendig
- Silikon erst einmal gut im Wasser kneten - wenn es noch klebrig ist, mehr Spüli ins Wasser geben - und dann herausnehmen und zu einem Ball formen
- etwas platt drücken und dann um die trockenen Fimo-Macarons legen, sodass deren platten Unterteil frei nach oben schaut. Die Ränder sollten etwas erhaben sein und im Allgemeinen sollte genug Silikon um und unterhalb der Macarons verteilt sein. Auf Backpapier komplett trocknen lassen - über Nacht zum Beispiel (zwischenzeitlich fühlt sich alles etwas klebrig an, aber mit der Zeit wird es gummiartig fest). Die Fimo-Macarons dann vorsichtig herausnehmen. Falls noch Silikon dran hängen sollte oder falls sich das Innere der Silikon-Mulde beim Herausziehen des Macarons beschädigt, die Hände gut im Seifenwasser anfeuchten und mit etwas Silikon aus der Tube die Mulde innen damit glatt streichen (und wieder trocknen lassen).

Nach der ganzen Aktion - mit Fimo, aber auch mit Silikon arbeiten - die Hände gut mit Seife waschen!


Macarons-Seifen

Nun haben wir die Gießformen für die Macaron-Hälften (unten links im Bild), wir brauchen noch eine kreisförmige Gießform (für die "Füllung"), weiße Gießseife und Seifenfarben (ggf. auch Seifenduft, wenn gewünscht). Diese Gießseife von Rico Design ist 100% vegan, es gibt sie in Weiß (opak) und auch transparent.


- Seife in Stücke schneiden und portionsweise in einen Behälter (mikrowellengeeignet) geben, nach Packungsangabe schmelzen lassen (lieber wenige Sekunden auf einmal und nicht zu lange, die Seife darf nicht zu heiß werden)
- Seifenfarbe (wenige Tropfen reichen) dazu geben, mit einem Holzstäbchen umrühren und ggf. auch den Seifenduft dazu geben. Zügig arbeiten, die Seife wird wirklich schnell fest!
- Flüssige Seife in die Silikon-Gießform für die Macaron-Hälften geben... und so sieht's aus, wenn die Gießform nicht dicht ist. Aber, keine Sorge, die Seife wird schnell fest und dann kann man sie problemlos entfernen
- Die vorbereiteten Macarons-Gießformen nach und nach füllen und warten, bis die Seife komplett fest geworden ist (dauert je nach Größe der Macarons ca 15-25 Minuten)
- Die Macaron-Hälften vorsichtig aus der Gießform lösen
- Zwischenzeitlich in die runde graue Gießform jeweils ganz wenig flüssige Seife gießen (diese bleibt weiß, also ungefärbt) und fest werden lassen (das geht deutlich schneller)
- Mit dem gleichen Ausstecher wie für die Macarons Kreise aus der weißen "Füllung" ausstechen. So stellen wir sicher, dass sowohl die Macarons-Hälften, als auch die Füllung gleich groß sind. Die unbenutzten Ränder der Kreise können wieder geschmolzen und wiederverwendet werden
- zwei Hälften und eine "Füllung" mit ein wenig flüssige Seife zusammenkleben - und fertig!


Aus 1 kg Seife habe ich übrigens ca. 22 ganze Macarons machen können - man kann ja unbenutzte weiße, aber auch bereits gefärbte Seifenreste wieder schmelzen und weiterverwenden. 

Die Herstellung hat sich ein bisschen hingezogen, weil ich ja nur sechs Formen für die Macaron-Hälften gemacht hatte, gleichzeitig also nur drei ganze Macarons machen konnte... ich würde also empfehlen, mehr Formen zu machen, und schneller arbeiten zu können (vor allem, wenn man vieeele Seifen zum Schenken braucht).


Übrigens, als Seifenfarben hatte ich nur Rot, Pink, Gelb und Mint / Türkis da. Ich habe die Farben aber auch mal kombiniert und so Grün und Violett hinbekommen. Je mehr Tropfen Farbe man benutzt, desto intensiver werden die Farben der Seife. Zum Schmelzen der Seife habe ich einen ausrangierten Messbecher benutzt, zum Mischen - der Seife mit den Farben - Pappbecher.

Nun, Geschenke müssen auch schön verpackt werden, daher gibt's jetzt auch eine kleine Schachtel für die Macarons. Dafür habe ich Motivpapier von Rico Design verwendet, der Block heißt "Gold / Iridescent / Neon". Die Papiere gibt's sowohl dünn, als auch als Karton in einem Block, für die Schachteln ich habe die Karton-Variante benutzt.


Im Grunde kann man die Schachtel so groß machen, wie man möchte, meine Schachteln eignen sich für 5 Macarons.

- Papier schneiden und wie im Bild falzen
- Papier wie im Bild einschneiden, dazu ein "Fenster" im Deckel einschneiden (am besten mit einem Cutter oder Skalpell)
- aus einem Klarsichtbeutel ein Rechteck ausschneiden, etwas größer als das Deckel-Fenster, und auf der Rückseite des Deckels kleben (ich habe dafür einen Maus-Kleber benutzt)
- Nun die Wände der Schachtel bzw. des Deckels kleben - fertig


Ich gebe hier bewusst keine Maßangaben (ausnahmsweise, sonst tue ich das in der Regel), weil Ihr wahrscheinlich eine andere runde Plätzchenform zu Hause habt und somit werden Eure Macarons nicht gleich groß wie meine sein (die etwa 5 cm im Durchmesser sind). Ihr müsst dann selber messen und entscheiden, wie groß Eure Schachteln werden sollen. Wichtig ist jedoch, dass der Deckel ein gaaanz kleines bisschen größer ist als die Schachtel, damit man ihn auch problemlos darauf stecken kann.

Mit ein bisschen Seidenpapier sehen die Macarons Seifen ganz gut aus in der Schachtel, aber bitte nicht zu viel davon (Seidenpapier) nehmen, sonst passt alles nicht mehr in die Schachtel bzw. unter dem Deckel ;-).


Ich glaube, ich werde öfter solche Macarons machen, die Silikon-Gießformen kann man ja immer wieder verwenden. Denn nicht nur für Partys sind sie schön als Geschenk, sondern auch mal so, zwischendurch, als Dankeschön für die Nachbarin für die gegossenen Blumen (während des Urlaubs), als Kleinigkeit zum Einzug in ein neues Haus (zu dem meistens gerne genommenen Baumarkt-Gutschein) oder auch als gut duftende Deko im Gästebad.

Bitte passt aber auf, wenn Ihr solche Seifen macht und wenn kleine Kinder in der Nähe sind, nicht, dass sie sie für echte Macarons halten und sie essen möchten!!!



Und, was sind denn eigentlich Eure Lieblingsmacarons? Darüber haben wir ja gar nicht gesprochen... ich persönlich mag am liebsten Schokomacarons, aber auch mit Himbeeren-, Zitronen- und Pistaziengeschmack... ach, es gibt so viele leckere Sorten, oder? 


Eigentlich habe ich diese (echten) Leckereien ursprünglich gar nicht als Macarons kennengelernt, sondern als "Luxemburgerli". So werden sie nämlich in der Schweiz genannt. Wir haben einen guten Freund, der in Zürich wohnt, er bringt uns immer eine Packung mit, wer er uns besucht. Die sind kleiner als die französischen Macarons, glaube ich. Und sie sind einfach super lecker - ob Luxemburgerli oder Macarons, der Name ist mir egal, Hauptsache, es gibt welche im Haus! Schreibt mir, wenn Ihr mögt, an hallo(at)miss-red-fox.de, welche Sorten Eure Lieblinge sind (Kommentare gibt's ja momentan leider nicht).


* Lieben Dank an Rico Design für die tolle Gießseife und für das Zubehör! Das war mal wieder ein wunderbares Projekt, es hat super viel Spaß gemacht! 


P.S. Das war wirklich ein tolles Projekt... auch, wenn ich ALLE Fotos der fertigen Macarons neu machen musste, die ersten habe ich aus Versehen komplett vom Rechner (Macs speichern in "Fotos" erst einmal lokal) und auch aus der Kamera gelöscht, bevor ich sie manuell auf meinem Server gespeichert hatte... sodass eine komplett neue Foto-Session hermusste... Löscht also nie, nie, nie, die Bilder aus der Kamera, bevor sie bereits sicher auf dem Server oder auf der Festplatte gespeichert sind! Und natürlich wusste ich das auch vorher, nur manchmal gibt's dann solche Tage...

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