Nice little things around - 19
Workshop 'Japanische Buchbindung' in Köln

Gestern, am Samstag, war es soweit: mein allererster Workshop über die japanische Buchbindung hat stattgefunden und ich bin sehr zufrieden, denn es hat Spaß gemacht, ich habe sehr nette Menschen kennengelernt oder wieder getroffen und wir hatten einen tollen Tag. Daher gehört das definitiv in der Kategorie "Nice little things around". Aber der Reihe nach...

Nach einer ziemlich kurzer Nacht - ich hatte alles vorbereitet und bin spät ins Bett gegangen, konnte aber wegen der Aufregung erst einmal nicht einschlafen - schien die Sonne. Ein perfekter Start in den Tag, zumal das Wetter in der Woche so grau und nass war. Perfekt!

Mit einem vollen Kofferraum - Material, Werkzeug, Goodiebags... 

...kamen meine Tochter (quasi als Assistentin) und ich in Köln an, der Workshop fand im riesigen Konferenzraum bei Pixum statt. Schnell bereiteten wir zusammen mit Jessica und Natalia von Pixum alles vor und hatten noch ein bisschen Zeit für zwei-drei Fotos vom fertig eingerichteten Tisch (so groß, also ideal für solche Workshops), bis die ersten Teilnehmerinnen da waren.
Nicht nur das ganze Werkzeug und das Material (das schöne Cover-Papier, Graupappe, Buchblockpapier, Vorsatzpapier, Nähgarne...) fanden auf dem Tisch Platz, sondern auch die Goodiebags (an dieser Stelle schon mal ein Riesendankeschön an die Sponsoren - Miomodo, Garn & Mehr, Dani Peuss, Artbox ONE und natürlich nich zuletzt an Pixum!!!)...
...und ein bisschen Deko (meine kleinen Notizbücher und meine Kokeshi-Puppen).
Copyright: Pixum
Nach und nach trudelten die Teilnehmerinnen ein und es ging los: zuerst eine kleine Vorstellungsrunde, dann mein Theorie-Teil. Etwas zu lang, denke ich im Nachhinein, aber ich wollte so viel wie möglich erzählen: über die Geschichte und die Besonderheiten der japanischen Buchbindung, über das Washi - das handgeschöpfte Papier aus dem alten Japan - und über das wunderbar bedruckte Chiyogami Papier, das ich für das Cachieren der Deckblätter benutze, über die benötigten Werkzeuge und auch über die Bezugsquellen.
Copyright: Pixum
Hier mein Fotoalbum, das ich schon im Vorfeld zuhause gebunden hatte und dann allen anderen als Muster dienen sollte:
Nach dieser Theorie-Runde ging es endlich ans Praktische: nach und nach entstanden unsere Fotoalben mit der japanischen Buchbindung.
Wir falteten unser Papier für das Innere des Albums, bezogen die Graupappe mit Buchleinen und mit dem schönen Papier, lochten, was das Zeug hält (ich sage nur: 30 Blätter pro Buch mit jeweils 6 Löcher, 9 Teilnehmerinnen und 4 Zangen!...), setzten die Bücher und nähten sie zusammen.
Wir hatten Spaß! :-)

Zwischendurch gab es ein leckeres Finger-Food-Mittagessen...
...aber ansonsten arbeiteten wir insgesamt ca. 3 - 3,5 Stunden von den insgesamt 5, die ich eingeplant hatte (der Rest war Theorie und Mittagessen). Zeit für Fotos, aber auch für nette, kleine Plaudereien, Instagram-Stories-Tipps (danke, Michèle!) und Erste-Hilfe-Maßnahmen (danke, Natalia! - das nächste Mal komme ich nicht mehr mit ganz neuen Schuhen...) gab es aber selbstverständlich auch ;-).
So in etwa ensteht ein japanisch gebundenes Buch...
Copyright: Pixum
Copyright: Pixum
Copyright: Pixum
Das Wichtigste ist: alle Alben sind in der vorgesehenen Zeit fertig geworden und ich hoffe und denke, dass alle Spaß hatten! Es gefällt mir wirklich gut, wie die Alben geworden sind! :-)
Ich danke Euch allen sehr, Barbara, Birgit, Jessica, Laura, Lea, Malgorzata, Michèle, Natalia und Sabrina, für Euer Vertrauen und dass Ihr da wart und danke nochmal auch an die Sponsoren! :-)
Copyright: Pixum
Trotz der anfänglichen Nervosität hat es mir unheimlich Spaß gemacht, Euch das japanische Buchbinden beizubringen, ich habe aber auch selber viel gelernt und es war einfach ein schöner Tag! Danke dafür!!!


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