IPMK #54 - Sommer in Rumänien auf dem Land

Angesichts des aktuellen Wetters, das gar nicht so meins ist, habe ich spontan beschlossen, meinen für heute geplannten Post sein zu lassen und stattdessen ein bisschen Sommerfeeling hier auf dem Blog zu schaffen, in dem ich einige Erinnerungen aus den Ferien zeige. 

Ich packe also meinen Koffer und nehme mit: Sommer auf dem Land in Rumänien, denn da waren wir ja dieses Jahr. Ich hatte ausführlich über den Aufenthalt in meiner Heimatstadt Bukarest HIER und HIER und über das Leben der Leute auf dem Land HIER und HIER berichtet, nun könnt Ihr sehen, wie wir sonst die drei Wochen im Garten meiner Eltern verbracht haben. Manche Fotos kennt Ihr vielleicht schon von Instagram.

Schön war und ist es immer für die Kinder, in dem Baumhaus zu spielen, das meine Eltern schon vor vier Jahren gebaut haben, hinter dem Draht darunter waren Hühnerküken, den sie beim Wachsen zusehen und sie füttern konnten.

Nicht weniger beliebt ist das Piratenschiff, das direkt daneben steht - inklusive Kajüte, drehbares Steuerrad, Piratenflagge und Schätze - HIER habe ich ausführlich darüber berichtet.
An einem oder zwei Nachmittage haben wir Puppentheater veranstaltet mit den Puppen, die meine Mutter gebastelt hat - sogar die Kinder haben sich irgendwann eigene Geschichten ausgedacht, denn "Charaktere" gab's genug: Prinzessinnen und Piraten, Feen, Indianer und sogar Rotkäppchen und den Froschkönig. Apropos Frosch: echte gibt's da auch, jeden Abend haben wir sie beim Insektenjagen beobachtet. Am letzten Abend haben wir dann sogar eine kleine Gartenparty veranstaltet, Deko - auf der Wäscheleine aufgehängte Kreppapierstreifen - inklusive.
Ich erinnere mich gerne an den Garten mit den vielen Blumen und Obstbäumen und mit dem schönen Licht, dass durch die Blätter des Nussbaumes scheint, wenn man darunter auf der Schaukel sitzt. Ich erinnere mich aber auch gerne an die lustige Vogelscheuche, die die Kinder angezogen und im Gesicht angemalt haben, an den geretteten Küken und natürlich auch an den Pool - was hätten wir bei 42 Grad im Schatten ohne den gemacht?...
Obst und Gemüse gibt's genug im Garten - meine Eltern haben über 40 Obstbäume, deren Früchte nach und nach reif werden. Und bei manch' einem Baum müssen die Äste mit Stöcken und Kordel gestützt werden, damit sie nicht unter dem Gewicht der Früchte brechen. Die Kinder bedienen sich direkt aus dem Baum - frischer gibt's nicht - und wenn etwas noch nicht reif oder im Garten nicht vorhanden ist, wird es gekauft - Melonen (die größte im Bild wog über 9 kg) gibt's genug auf dem Markt, Himbeeren auch...
Mittags wird oft gegrillt - mein Vater steht dann in Shorts und Schürze eine Weile vor dem selbst gebauten Grill und bereitet Fleisch für die ganze Familie und für zwei Tage vor (Ihr wisst schon, wir kochen viel in Rumänien... aber es ist auch zu warm, um jeden Tag vor dem heißen Grill zu stehen). Und wenn's zu viel ist, bekommen die Nachbarn auch was vom Essen.

Abends haben wir manchmal Lagerfeuer gemacht und Backkartoffeln in Alufolie vorbereitet - mit Butter, Salz und ein bisschen Schmand unter dem Sternenhimmel ist das richtig lecker!
Und ja - der Himmel. Ich habe selten so viele Sterne gesehen wie dort auf dem Land, wenn alle Lichter erloschen sind. An manchen Abenden habe ich mein Stativ genommen und Bilder davon gemacht - oder von dem Mond...
Am liebsten mögen wir aber dahin fahren, weil wir "wir selbst" sein können, ohne Termine, ohne Erwartungen, die an uns gestellt werden, mit viel Zeit füreinander und jede Menge frische Luft (wenn's nicht zu heiß ist) und leckerem Essen.

Ach ja, schön war's! 

Habt ein entspanntes Wochenende!

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