Magic Letters - O wie Oben

Ich hinke ein bisschen hinterher mit meinen Posts zum Fotoprojekt Magic Letters, aber im Urlaub habe ich zumindest für eins der zwei fehlenden Themen Bilder machen können. Das erste Thema, bei dem mein Beitrag noch fehlte war

O wie Oben.

Etwas vorneweg. Ich bin kein Vogelfotograf. Die meisten Vögel sind mir einfach zu schnell bzw. zu unvorhersehbar. Ich mag zwar kleine, bunte Vögel wie die Kolibris genauso wie die großen wie zum Beispiel die Kondoren - und beide konnte ich in Perú fotografieren. Aber meistens habe ich nicht die Geduld oder die Zeit, ruhig da zu sitzen und zu warten, bis ein günstiger Moment zum Fotografieren kommt oder bis ich einfach nur Glück habe, zur richtigen Zeit den Auslöser zu drücken. Das Gleiche gilt bei mir auch für Schmetterlinge und Libellen... Schade eigentlich.

Bei Störchen ist das ein bisschen anders, vor allem, wenn man sie in ihren Nestern beobachten kann. Denn da sitzen sie relativ lange und ruhig. In Rumänien gibt es im Sommer viele Störche - sie haben ja auf den Feldern genug zu fressen. Schon als Kind war der Moment, in dem ich im Urlaub ein Storchennest irgendwo oben auf einem Dach oder auf einem Mast entdeckte, etwas Besonderes für mich, ich fand die Vögel an sich schön und ihre Nester besonders imposant. Ich kannte sie aber fast nur aus Siebenbürgen und so war ich positiv überrascht, sie in riesigen Mengen vor einigen Jahren auch im Süden des Landes zu entdecken (hier in diesem Post ist irgendwo ein Bild mit Dutzenden davon!). Schön finde ich, dass das Storchennest scheinbar gleichzeitig auch Nest für kleinere Vögel wie Spatzen ist, denn jedes Mal entdecke ich viele davon, die um das große Nest schwirren... Und das war mein erstes Bild für "o wie oben".

Ich wollte mich eigentlich auf dieses eine Foto beschränken, meine Posts sind ja im Allgemeinen doch etwas zu lang... Aber dann wurde mir etwas an einem Deckenbalken gezeigt, und zwar in einem nicht benutzen, sehr dunklen Raum - eine ehemalige Vorratskammer - in einem alten Haus im Süden Rumäniens: ein bewohntes Schwalbennest. Und das passte natürlich auch perfekt zum Thema "oben". 

Alle Versuche, das Ganze "normal" zu fotografieren, scheiterten, es war einfach zu dunkel und all zu lange - längere Belichtung mit Stativ - wollte ich die kleinen Vögel nicht stressen, sie hatten Hunger und warteten auf Essen. Und so musste ich den Blitz der Kamera verwenden, was ich sonst wirklich so gut wie nie tue. Sollte man auch nicht. Sorry wegen der Qualität! So kann man aber die drei Köpfchen mit den leuchtenden Augen der Babys sehen :-). 

Draußen warteten die Eltern, wohl zu ängstlich, um im gleichen Raum mit einem Riesen wie mir zusammen zu sein... Und schaut mal, eine der Schwalben hat etwas Leckeres (und Piecksiges) für die Babys im Schnabel!
Habt eine wunderbare Woche und genießt die Ferien (für die, die noch welche haben! Bei uns hat die Schule schon wieder angefangen...)!

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