IpmK #21 - Türen

Heute packe ich meinen Koffer und nehme mit... Türen!

Türen? Wie jetzt? Was ist so besonders daran, um im freitäglichen Koffer "mitgenommen" zu werden? Ich versuche, das zu erklären:

Schon seit einer langen, langen Zeit fotografiere ich Türen (und Fenster auch, die sind dann nächste Woche dran), die mir irgendwo im Urlaub oder im Alltag auffallen. Wir berühren und sehen täglich jede Menge Türen (das habe ich noch nicht gezählt) und sie sind so selbstverständlich wie das automatische Laufen oder Atmen, aber diese bewusst wahrnehmen tun wir wahrscheinlich eher wenig - es sei denn, wir stehen vor einer verschlossenen Tür, wir müssen einfach mal eine zuknallen, es zieht oder die Kinder haben die Tür im Bad mal wieder offen gelassen. 

Es gibt aber auch Türen, die positiv oder negativ auffallen, die besonders sind - ob bunt, schön geschmückt oder toll geschnitzt, manche sind wirklich irgendwie anders und stechen aus der Masse hervor. Und genau diese fotografiere ich, wenn ich kann und aus meiner kleinen Kollektion möchte ich Euch heute einige zeigen.

Manche Menschen sammeln im Urlaub Muscheln, Löffel oder Postkarten, ich "sammle" Türen- und Fensterbilder.

Wenn ich vor so einer Tür stehe frage ich mich dann, wer dahinter wohl wohnen oder arbeiten mag, wie diese Menschen sind, was ist die Geschichte des Hauses dazu. Wie kam es zu dieser (für die Menschen dahinter vielleicht gar nicht) speziellen Tür? Gerade die Türen, die geöffnet sind oder leicht angelehnt, finde ich interessanter. Es ist aber meistens so, dass diese Fragen unbeantwortet bleiben und das Leben, was dahinter ist, für mich ein Geheimnis bleibt. Vielleicht auch gut so. Ich bin kein Voyeur. Aber gerade Türen wie diese ersten hier, die eindeutig viel zu "erzählen" hätten, dürften am interessantesten sein.

Fange ich also an, Euch "meine" Türen zu zeigen. Ich habe ein bisschen versucht, sie in gewissen "Kategorien" einzuteilen, damit das Ganze nicht zu chaotisch wirkt. Da wären zum Beispiel die besonders geschnitzten Türen an schönen und alten Gebäuden (ich kenne mich mit Architektur gar nicht aus, kann also nichts zum jeweiligen Stil sagen). Von links nach rechts und von oben nach unten: Türen in Schlangenbad, Bukarest, Stein am Rhein, Bukarest, Köln und Köln.

Diese hier habe ich im Nachhinein gefunden und hier eingefügt, sie sind alle aus Braunschweig:
Ich finde auch Türen schön und ein Foto wert, wenn das Ganze - der Vorgarten z.B. - drumherum toll geschmückt oder eingerichtet ist. Die Tür links gehört zu einem Haus in Greenwich Village, New York, die zweite zum Hans Christian Andersen Museum in Solvang, Kalifornien.
Wir bleiben bei geschmückt. Diese Türen / Toren hier sind, auch wenn selber doch eher schlicht, irgendwie nett "eingerahmt" und somit hervorgehoben. Links oben irgendwo in der Nähe vom Rheinfall in der Schweiz, die rechten beiden sind am Starnberger See, links unten ist Köln.
Und weiter geht's mit "schlicht". Diese Türen gibt's in der Nähe meiner Elternwohnung in Bukarest. So sehen Plattenbauten-Türen aus und gehören dort zum "Normal" - leider zum Teil auch mit den Hunden davor. Nicht desto trotz wird man überrascht, wie nett viele Wohnungen dort "von innen" aussehen, die Leute kümmern sich ja um ihre eigenen vier Wände und sie können wenig dafür, wie das Wohnhaus von außen aussieht. Die weiteren zwei Türen sind ebenfalls in Bukarest und gehören an dem Haus, wo eine Tante von uns wohnte, in dessen Garten (mit dem Nussbaum im Vordergrund) wir als Kinder schöne Stunden verbrachten. Das ist das "alte" Bukarest.
Es gibt natürlich auch chice Türen und Toren, wie zum Beispiel diese hier: das oberste Bild und das unten rechts ist jeweils am Herrenchiemsee aufgenommen worden, links ist der Eingang zu einer "Villa", die Teil eines sehr schönen Hotels an der Algarve ist.
Zum Schluss komme ich zu meinen Lieblingstüren, zu den bunten. Ein Zitat aus dem Film "Notting Hill", den ich bestimmt schon zwanzig Mal gesehen habe, lautet: "So this is where I spend my days and years - in this small village in the middle of a city - in a house with a blue door..." (sorry, nur auf Englisch, ich habe den Film nie auf Deutsch gesehen - und obwohl wir zwei ganze Jahre in London gewohnt haben, haben wir es nie geschafft, dieses Haus in Notting Hill zu suchen - aber unser Haus hatte damals auch eine blaue Tür, die ich - warum auch immer - nie fotografiert habe :-)). So fotografiere ich fleißig jede mögliche bunte Tür, die ich nur finden kann (die pinke ist aus Braunschweig, die anderen drei aus Portugal), habe aber tatsächlich noch keine blaue Tür:
Diese oberen drei Türen bzw. Durchgänge sind allesamt aus dem Kloster Santa Catalina in Arequipa, Perú - mehr Bilder davon gibt's in diesem Post.

Wie findet Ihr diese Geschichte? Verrückt, oder? Gibt es bei Euch auch Sachen, die Ihr im Alltag oder auf Euren Reisen immer wieder fotografiert? Oder die Ihr "sammelt"? Ich würde mich freuen, Eure Geschichten dazu zu hören!

Habt ein schönes Wochenende!

Verlinkt bei Freutag und art.of.66.

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