Reisen mit Kindern (USA, Kalifornien), Teil 2

Ich mache heute weiter mit unserer Reise nach Kalifornien, Teil 1 habe ich Euch am Freitag hier gezeigt. Heute ist aber ein 12 von 12 Tag, so dass ich mich auf 12 Bilder limitiere, der Rest kommt in Teil 3.

Nach dem langen, langen Tag in Disneyland sind wir am nächsten Morgen weiter nach Süden - Richtung San Diego - gefahren. Im Disneyland hatten wir ja 14 Stunden verbracht, die Kinder waren so k.o., dass sie dann auch während der Fahrt noch eine Runde geschlafen haben. In San Diego sind wir gerade rechtzeitig für die "One Ocean" Show in SeaWorld angekommen, die richtig toll war und die Kids sehr beeindruckt hat.

Noch begeisterter waren sie aber nach der Show, als sie die Orcas auf Augenhöhe in deren Becken sehen konnten. Das hier ist Shamu - ok, nicht die Original "Shamu" aus den 1960er, aber doch ein sehr schöner Wal.
Diese Show haben wir uns dann später noch einmal angeschaut und uns wieder einmal nicht in den unteren Reihen gesetzt, wo man bei einer bestimmten Nummer der Show eine regelrechte Dusche bekommt! Dazwischen gab's noch Mittagessen und für Tochter und Papa eine coole und schnelle Fahrt mit der "Manta"-Achterbahn. Nichts für den kleinen Mann und schon gar nichts für Mama!

Im Anschluss sind wir direkt zurück Richtung Norden gefahren und einen kleinen Stopp gemacht in Long Beach, südlich von L.A., wo die "Queen Mary" ankert, früher mal das größte Ozeandampfer der Welt. Heute ist das Schiff ein Hotel. Im weiteren Verlauf des Tages sind wir nur gefahren, um möglichst viel von der eher uninteressanten Strecke von über 500 Km zu den Nationalparks zu schaffen. Wir waren noch rechtzeitig da, um ein ausgiebiges Bad im Campground-Pool zu nehmen - sehr angenehm - bevor wir uns mit dem in der Wohnmobilausstattung vorhandenen Grill zu beschäftigen! Der nächste Tag war wieder sehr kilometerlastig... Dafür haben wir aber zum ersten Mal so richtig naturnah (und auch sehr günstig, aber ohne Strom- und Wasseranschluss) campen können - ich meine, das hieß Azalea. Wir waren im Sequoia - Kings Canyon National Park angekommen!

Der kleine Mann staunte immer und immer wieder, wie toll und groß der Wohnmobil war (in diesem Bild kann man übrigens das "Slide-out" sehen, das Teil, was man heraus fahren kann. Das war jedenfalls sein Lieblingswort geworden: "Wonobil" ;-)
Vorsicht war aber hier geboten, es gab dort mehrere Schilder, die vor Bären (man lasse nie sein Essen draußen, dafür gibt es spezielle, abschließbare Container) aber auch vor Pumas (!!!) warnten - Kinder sollte man stets in Augen behalten und nicht alleine rumlaufen lassen! Zum Glück haben wir da weder Bären, noch Pumas gesehen. Dafür aber immer wieder sehr schöne rosa Blumenteppiche:
Als Ausflugsziel hatte mein Mann dort Moro Rock ausgesucht, als wir da ankamen wurde mir das Ganze bewusst und wäre beinahe direkt umgekehrt: das ist eine Tour, die über 400 enge Stufen nach oben auf dem Granitfelsen Moro Rock führt, ziemlich steil! Mit Kindern? Nie im Leben! Aber doch, sie haben tatsächlich mitgemacht, sogar Junior, der sonst so skeptisch ist. Er wurde zum Teil auch von Papa getragen, ist aber auch selber gut geklettert:
Und es lohnt sich wirklich, die Strapazen der Besteigung auf sich zu nehmen, die Aussicht von oben war einfach fantastisch!
Am nächsten Campground, Lodgepole, das mitten in der Giant Forest liegt, sah ich am kommenden Nachmittag ein Reh. Schnell rief ich die Kinder und meinen Mann, der aber locker entgegnete: "Ein Reh? Da hinten ist ein Bär! Und alle schauen zu."! Wow! Er nahm die Kinder mit, ich schnell die Kamera (für den Stativ war keine Zeit mehr) und nichts wie hin. Ein kleiner, süßer Bär war tatsächlich da, direkt neben dem Campground, ganz cool und tiefenentspannt (und zum Glück ohne Mama in der Nähe), als wären da nicht viele Leute, die ihm zuschauten. Leider sind die Bilder etwas unscharf, ohne Stativ und aufgeregt wie ich war, war ich wohl nicht in der Lage, die Kamera mit Teleobjektiv stabil zu halten...
Einen wunderschönen blauer Vogel (Steller's Jay, auf Deutsch Diademhäher) konnten wir dann auch bewundern.
Der Trip in den Giant Forest zu den Mammutbäumen war eins der weiteren Highlights! Sehr interessant und informativ war auch eine Tour mit einer Park-Rangerin - wir haben u.a. erfahren, wie sich die Sequoias nach einem Feuer regenerieren oder dass früher aus dem Holz eines einzigen Baumes ca. 40 Häuser/Hütten gebaut wurden! Leider wurden früher viele von den Bäumen gefällt und sie versuchen jetzt, den Wald wieder dichter zu machen, es dauert aber... Wir konnten durch den "Fallen Monarch" laufen und sehen, wie riesig diese wunderbaren Bäume tatsächlich sind. So aus der Ferne, bis man sie nicht in echt gesehen hat, kann man sich das nicht so richtig vorstellen.
Der Zapfen eines Sequoia-Baumes ist überraschend klein!
Wir haben einen schönen, für die Kinder auch lehrreichen Spaziergang durch den Wald gemacht (unser kleiner Sohn stand mehr oder weniger ständig mit dem Kopf im Nacken und hörte nicht auf, nach oben zu zeigen und "großer Baum" zu sagen :-), aber die Tochter hat viel lernen können)...
...und sind dann endlich angekommen, beim größten Baum der Welt! Der "General Sherman" ist zwar nicht der höchste Baum der Welt und auch nicht der mit dem größten Umfang, dafür aber der mit dem größten Volumen. Er ist 83,8 m hoch, hat einen Stammumfang von 31,3 m und einen geschätzten Stammvolumen von 1.487 m³. Es soll zwischen 2.300 und 2.700 Jahre alt sein. Das ist eine Collage aus mehreren Fotos, es war unmöglich, alles auf einmal zu fotografieren! :-) Sehr beeindruckend!
Im Teil 3 werde ich Euch von der weiteren Fahrt ins Yosemite Tal erzählen! Heute verlinke ich das auch bei Frollein Pfau, Blue Monday, Our World Tuesday, image-in-ing und Wednesday Around the World.

Habt eine wunderbare Woche!

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