IpmK #12 - Nicht ohne meine Kamera!!!

Juhu, schon wieder Freitag! Morgen ist Nikolaus, in zwei Wochen sind Ferien! Und daaaan kann ich mich endlich nach einem langen Jahr mal so richtig ausschlafen (aber wetten, die Kinder erscheinen pünktlich am ersten Ferientag früher als man sie normalerweise an einem Schultag weckt und wollen Frühstück und bespaßt werden? Brot und Spiele halt.). Aber ich schweife ab. Freitag = Ich packe meinen Koffer (IpmK) = ich  nehme diesmal meine Kamera mit.

Und warum? Weil ich sie am liebsten immer dabei hätte, auf Reisen sowieso.

Also der Reihe nach. Zuerst etwas zum Fotografieren auf Reisen und was das für mich bedeutet.

Nicht nur auf Reisen, aber auch für meine Blogfotos (und die privaten auch) benutze ich nur noch meine Nikon D300S. Das war ein Geschenk vom Weihnachtsmann vor einigen Jahren (danke, Weihnachtsmann! :-)). Zuerst habe ich da die Kitobjektive von meiner alten analogen Nikon benutzt, sie waren aber nicht so gut. Momentan fotografiere ich mit zwei Objektiven: für Portraits und Aufnahmen, die eine gewisse Lichtstärke brauchen, benutze ich mein Nikkor mit 50mm Festbrennweite (f/1.8). Das zweite, eher reise-taugliche Objektiv ist ziemlich neu: das ist ein Tamron 16-300mm (f/3.5-6.3 Di II). Das hier hat für mich den entscheidenden Vorteil, dass ich nicht mehr so oft wechseln muss (früher habe ich einen 18-85 und einen 70-300 Nikkor benutzt und das Wechseln hat mich wahnsinnig gemacht). OK, das ist bei Weitem nicht so lichtstark wie das 50mm Objektiv, habe aber gute Erfahrungen damit gemacht. Auf dem Objektiv ist ein UV 390 Filter. Einen Polfilter habe ich auch immer im Gepäck. Für den alten Zoom hatte ich noch ein Set Makrolinsen, die passen auf dem neuen Objektiv leider nicht drauf. Aber dafür hat dieses eine Makrofunktion, auch wenn das mit einem echten Makroobjektiv nicht zu vergleichen ist.

Als weiteres Equipment habe ich einen Fernauslöser dabei (habe mich für eine Version mit Kabel entschieden) und diverse Stative. Das kleinste passt in der Tasche des Kamerarucksacks, ich habe noch einen Einbein-Stativ und einen normalen. Ich müsste öfter mit dem Stativ fotografieren, viele Fotos mache ich aber auch bei der Fahrt (mein Mann fährt) und dann versuche ich, die Kamera so gut es geht festzuhalten und nicht zu wackeln. Manchmal - z.B. auf der Highway - kann man halt nicht für Fotos anhalten. Und schon gar nicht alle 2-3 Km, sonst kommt man nie an.

Einen externen Blitz habe ich nie gehabt, ich habe mich an das Thema noch nie getraut. Ich komme aber auch ohne klar.

Auf Reisen geht das Laptop immer mit, da werden jeden Abend die Bilder des Tages gespeichert. Auch wenn das Memorycard für die ganze Reise reicht, finde ich dieses Backup sinnvoll. Ich habe oft genug von Leuten gehört, denen mit der Kamera etwas passiert ist - kaputt, geklaut, was auch immer. Ich möchte sicher gehen, dass ich zumindest die Bilder noch habe.

Bearbeiten tue ich die Fotos erst wieder zuhause. Früher habe ich Dias gemacht und diesen Prozess geliebt, nach der Entwicklung die Dias zu sichten, zu sortieren, auszumisten und den Rest einzurahmen.... Jetzt sichte ich die Bilder zunächst im Urlaub nach dem Kopieren auf dem Laptop und miste schon mal grob aus (und auch von der Kamera, dann ist wieder Platz gewonnen). Zuhause wird mehr ausgemistet und dann in Photoshop bearbeitet - zunächst einmal nur die besten Bilder, die ich in einer Diashow o.ä. zeigen will. Dabei muss ich sagen, dass ich seit der digitalen Ära schon entscheidend viel zu viele Bilder mache. Aber ich habe lieber hundert Bilder zu viel und dafür einige sehr gute dabei. Früher habe ich versucht, maximal 1,5 Filme am Tag zu verbrauchen, ich habe immer gute gekauft und die waren nun mal nicht billig...

Zuhause werden die Bilder auf dem NAS gespeichert, da ist jede Menge Platz und da sind sie sicher, auch wenn mal eine von den vier Festplatten kaputt gehen sollte (weil sich die anderen Platten die Infos "mitnehmen" oder so - ich war nie gut daran, computertechnische Sachen zu erklären).

So viel zur Technik und zum Equipment. Fazit hier: ich habe eine gute Kamera (ich glaube, sie lag damals bei Nikon in der Profi-Kategorie, auch wenn als Einsteiger-Profi) und vielleicht nicht die besten Objektive, für das Geld aber gute und ich komme damit zurecht. Ich schleppe lieber weniger mit und bewege mich leichter - irgendwann tut sonst auch der Rücken weh...

Zum Thema Fotografieren an sich, ganz kurz: morgens und nachmittags / abends ist natürlich das beste Licht und da sind auch die meisten Tiere & Vögel zu sehen. Es lohnt sich wirklich, früh aufzustehen. Da muss der Stativ natürlich mit. Ich versuche aber, so viel es geht aus der Hand zu fotografieren oder lehne mich an eine Wand, Mauer  oder an einem Baum. Wenn man Menschen fotografieren möchte, sollte man fragen. Das traue ich mich nicht immer (in New York habe ich viele Leute im Park fotografiert, als ich auf einer Bank saß...) aber es lohnt sich eigentlich. Es hilft auch, seine Fremdsprachen zu gebrauchen und ggf. bei den Menschen (etwa auf einem Markt in Perú) etwas zu kaufen, dann geht das auch mit den Fotos leichter. Oft sind sie überrascht, dass man deren Sprache spricht und werden viel lockerer. Beim Thema Architektur mag ich persönlich Kontraste und Spiegelungen fotografieren, dann hat das Bild eine gewisse Spannung. Eine alte Kirche, die sich in einem Glasgebäude spiegelt finde ich z.B. sehr interessant. Persönlich fotografiere ich sehr gerne im Telebereich, dann ist der Hintergrund schön unscharf und das Hauptmotiv kommt besser zur Geltung.

Ich denke, das war genug Information für heute, ich wünsche Euch ein schönes Wochenende! 



Verlinkt auch bei Black & White Wednesday.

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