Gastbeitrag - Wie kleine Jungs
eine Tasche bedrucken

Letztes Jahr hatte ich einen Gastbeitrag für Sabrina aus der Schweiz und ihrem Blog Fantasiewerk geschrieben - es ging um ein DIY Heißluftballon für das Kinderzimmer - und sie sagte, sie würde sich gerne irgendwann nach ihrer Babypause mit einem Post hier auf meinem Blog revanchieren. Diesen Vorschlag nahm ich gerne an - und hier ist es, Sabrinas Post über ein DIY, das man gut auch mit kleineren Kindern machen kann und sicherlich - etwas angepasst - auch mit größeren.

Viel Spaß beim Lesen und schaut Euch unbedingt Sabrina's Mama-Blog an (den sie zusammen mit Yvonne hat), da gibt's viele tolle, kreative Ideen und DIYs für Kinder!

Und Dir danke ich für die Inspiration und für Deinen Beitrag, liebe Sabrina!


 


Der Samstag ist gerade mein absoluter Lieblingsmorgen geworden. Da unser Babymädchen jetzt mit ihrem Papa ins Babyschwimmen gehen darf, habe ich zur Abwechslung wieder einmal ausschließlich Zeit für den Großen. Seit ein paar Wochen findet dann unser eigener Kreativmorgen statt. Was für ein Traum, nicht? Wir basteln, werkeln und machen einfach, wozu wir gerade Lust haben.
Der kleine Mann kann mit seinen 2 1/2 Jahren schon ganz viel Kreatives mit seinen Fingern gestalten. Wie ein typisches Kleinkind ist er neugierig auf spannende Materialien, impulsiv, wenn er etwas ausprobieren möchte und aber auch schnell abgelenkt, wenn er etwas Neues sieht, das ihn gerade fasziniert. So ein Morgen will deshalb mit einigen Vorkehrmaßnahmen geplant sein...

Unser Kreativmorgen: Suchen, Entdecken und Umsetzen

Es ist schon spannend, dass man bei manchen Kindern von Anfang an merkt, welchem Geschlecht sie angehören. Obwohl wir unseren Sohnemann absolut gar nicht beeinflussen, interessierten ihn stets die Baumaschinen und Werkzeuge.


An diesem Morgen haben wir seine Interessen etwas erforscht. In Papas Werkzeugschrank haben wir verschiedene Schrauben gefunden. Schnell hat der kleine Mann die unterschiedlichen Formen entdeckt und die passenden Muttern und Dübel gefunden. Im ganzen Haus haben wir noch weitere runde Formen, wie Filmdosen und Strohhalme gefunden. Unser Sammelsurium haben wir im "Atelier" ausgebreitet, wo wir uns dann für das Kreativprojekt vorbereitet haben. Und so ging es weiter:
 

Material

  • Farben: GoniDecor
  • Schrauben, Muttern, Dübel, etc.
  • Filmdosen, Toilettenpapierrollen, Strohhalme

Werkzeuge

Farbschale, Karton, Abdeckplastik, Malschürze, feuchter Lappen
Arbeitsfläche einrichten

Unser Kinderbasteltisch ist eigentlich immer mit einem Plastik abgedeckt. Dieser kann nach dem Arbeiten schnell gereinigt oder gar ausgetauscht werden.

Dem kleinen Bastler haben wir schon einmal seine Malschürze montiert und legen nun alle Materialien bereit. Die Farben füllen wir in unsere Farbschale, die wir neben unser Materialsortiment legen. Ein ganz wichtiges Utensil, das auch immer auf dem Tisch liegen sollte, ist ein feuchter Lappen, mit dem sich das Kind jederzeit die Hände waschen kann. Vielen Kindern sind die Farbfinger unangenehm. Außerdem willst du bestimmt nicht, dass auf dem anschließenden Weg ins Bad jede Wand bunte Handabdrücke hat, oder?

Als letztes kommt die Tasche auf den Tisch, in der ein passendes Stück Karton als Schutz vor dem Durchdrücken steckt.
Jetzt geht's los

Die verschiedenen Materialien wurden in die Farbe getupft und anschließend auf den Stoff gedrückt, gestrichen und geschmiert. Wir haben die erste Tasche zuerst mit Schrauben verziert und als er irgendwann ungeduldig wurde und Lust auf etwas Neues hatte, kam die einfachere Variante mit den runden Rollen dran. Schlussendlich wollte er aus den Restfarben noch ein hübsches Bild fürs Grosi gestalten. (hier schreibt wieder Ioana: ich denke, die Grosi ist in der Schweiz die Oma ;-))
Wir beide haben den Morgen in vollen Zügen genossen. Deshalb war für uns klar, dass dies garantiert nicht unser letzter Kreativmorgen war.

Tipps zum Basteln mit Kleinkindern

Abwechslung

Je jünger das Kind, umso kürzer sollte die Bastelsequenz sein. Dies heißt nicht, dass nicht ein ganzer Morgen unter einem kreativen Motto stehen darf. Der Morgen sollte einfach in verschiedene Tätigkeiten unterteilt sein und somit die nötige Abwechslung bieten. (Bsp. Materialien suchen, Werkzeuge benennen, verschiedene Druck-Techniken ausprobieren,...)

Prozessorientiertes Basteln

Das Lernen der Kinder findet statt, wenn sie etwas aktiv tun. Deshalb genießen sie es, etwas mit allen Sinnen zu erleben. Viel wichtiger als eine schöne Tasche als Endprodukt, ist der Weg dorthin.

Das Kind entscheidet

Wenn das Kind keine Lust hat, etwas zu gestalten, sondern lieber mit den Duplos spielt, ist das völlig in Ordnung. Selbstverständlich darfst du das Kind motivieren. Die ganze Kreativitätsförderung nützt aber nichts, wenn sich das Kind quer stellt. Mehr zur angemessenen Förderung der Kreativität habe ich hier zusammengefasst.
Ich lade dich ein, mit deinem Kind (oder auch ganz alleine) einen Kreativmorgen zu gestalten. Mit bunten Farben, fantasievollen Ideen und vielen Experimenten wird das ganz bestimmt ein schönes Erlebnis.

Wenn du weitere Inspirationen suchst, darfst du gerne auch einmal bei unserem DIY-Mamablog vorbeischauen. Ich freue mich, dich bald bei Fantasiewerk begrüßen zu dürfen.

Kunterbunte Grüße,

Sabrina

Verlinkt bei Creadienstag.

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