Kunst im Kinderzimmer

Nicht nur mein Vater, sondern auch meine Mama können gut und schön zeichnen. Die Stile sind völlig unterschiedlich, ich mag aber beide. Als mein Bruder und ich klein waren, hingen Mamas Zeichnungen bei uns im Kinderzimmer, später haben sie die Zimmer meiner Kinder verschönert.

Einige der Zeichnungen, die meine Mama gemacht hat, waren von Bildchen in diversen Katalogen inspiriert. Ich bin ja im kommunistischen Rumänien aufgewachsen, da gab's keine kapitalistischen Waren, aber ab und zu gelang doch irgendwie mal ein Neckermann-Katalog rüber zu uns (und wir träumten von Spielzeugbergen) und da konnte man solche Motive (auf T-Shirts oder Geschirrtücher etc.) sehen. Mit Lupe vergrößert waren u. a. diese Motive die Inspiration für Mutters Kreationen.

Eine Weile hing bei mir an der Zimmertür (und in Türgröße) sogar Shere Khan aus Disneys Dschungelbuch - ich glaube, dafür hat meine Mama 3 oder 4 ganze orangefarbene Buntstifte verbraucht :-). Leider habe ich kein Bild von dieser wunderbaren Shere Khan Zeichnung.

Das hier ist einer meiner Lieblingszeichnungen. Ich glaube, es hing bei meinem Bruder im Zimmer. Was ich besonders schön finde sind die Schneeflocken, die mit Malfarben aufgetragen wurden und somit "Volumen" haben - weiß auf weiß!

Diese Zeichnung wurde nach einem Mini-Bild in der Ecke vom Briefpapier inspiriert. Wie bei allen anderen Zeichnungen finde ich es wunderbar, wie detailliert sie ist.
Die meisten Zeichnungen meiner Mama sind eher in zarten Tönen gehalten, diese hier sind aber sehr farbenfroh:
Hier einige Bilder aus einer "Mädchen"-Reihe, die auf der Wand über meinem Bett hingen:
Das hier war eins meiner absoluten Lieblinge:
...genauso wie das Mädchen mit dem rosa Kleid und riesigen blauen Augen:
Und zum Schluss eine Zeichnung, die in eher der Kategorie "Weihnachten" passt:
Es gab noch eine Zeichnung, die leider verloren gegangen ist, mit einer Szene aus Disneys Schneewittchen. Das Format war, genau wie beim Tiger Shere Khan, sehr groß, könnte sogar ein Meter in der Breite gewesen sein. Das hatte ich auch sehr gemocht.

Danke, Mama, für so schöne Bilder!

Verlinkt bei Vanessa und bei Kiddikram, ich denke, auch sie werden diese Zeichnungen mögen.

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2 Kommentare

  1. Wow, was für tolle Zeichnungen! So etwas macht ein Kinderzimmer gleich noch viel gemütlicher und die Bilder sind wirklich liebevoll bis ins Detail gestaltet! Da denkt man direkt schwelgerisch an seine Kindertage zurück, denn sie erinnern mich an meine Kinderbücher. ;-) Wir hatten es auch so ähnlich, mein Papa hat auch sehr viel gemalt und oft mit uns zusammen gestaltet - allerdings ist er im Laufe der Jahre immer mehr ein Liebhaber der abstrakten Kunst geworden, deshalb muss man bei ihm nach Gestalten lange suchen ;-). Ich finde es schön, wenn Eltern ihr Talent und ihre Kreativität im Umgang mit ihren Kindern so einsetzen!
    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Liebe Sarah,

      erst einmal herzlichen Dank und ich freue mich, dass du mein Blog regelmässig liest und kommentierst! Gerade wenn man mit Bloggen - so wie ich - am Anfang ist, ist das wohl sehr wichtig, dass Leute wie Du da sind, die mir zeigen, dass das, was ich schreibe, irgendwie interessant oder sinnvoll ist.

      Als meine Mama diesen Artikel gelesen hat, erklärte sie mir auch warum sie so viel für uns gezeichnet hat: um uns die Kindheit in den damaligen (unschönen) Zeiten schön zu machen. Wir kannten nichts anderes (wenig in den Supermarktregalen, stundenlange Schlangen - wenn's mal was gab, Stromausfälle...), aber meine Großeltern wuchsen als junge Menschen in einem Rumänien vor dem Kommunismus, so dass sie wussten, was ein gutes Leben war (na ja, vor dem Krieg) - und das meiner Mutter weitergaben. Ich habe meine Kindheit als gut und schön empfunden und all die Probleme und Mängel wohl als normal betrachtet aber jetzt verstehe ich alles besser und kann meinen Eltern und Großeltern nur dankbar sein, dass sie meinem Bruder und mir eine möglichst sorgenfreie Kindheit ermöglicht haben.

      Apropos Bücher: bei uns gab's (logisch, irgendwie) mehr aus dem Russischen übersetzt, aber die Zeichnungen dort fand ich auch schön. Eins davon - das war eins meiner Top 3 Lieblingsbücher - gibt's auch auf Deutsch und war wohl auch in der DDR kult: "Lustige Geschichten" von Wladimir Sutejew. Kennst Du das? Habe es sofort für meine Kinder gekauft, da sind kleine nette Geschichten mit Moral drin (nicht unbedingt lustig, der Titel passt nicht ganz, aber gut und schön gezeichnet).

      Vielleicht schreibe ich mal mehr über meine Kindheit in einem Artikel...

      Liebe Grüße,
      Ioana

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