IpmK #4 - Ein bisschen Heimat

Guten Morgen am Tag der Deutschen Einheit!

Ich habe beschlossen, ab sofort meine "Ich packe meinen Koffer..."-Serie auf den Freitag zu verlegen, weil da das Wochenende anfängt und man dann eher auf Reisen geht (und einen Koffer braucht) als an einem Mittwoch.

Heute packe ich also erneut meinen Koffer und nehme ein bisschen Heimat mit. 

Das hier ist meine Wahlheimat - hier habe ich an der Uni meinen wunderbaren Mann kennengelernt, meine wunderbaren Kinder bekommen, hier steht unser schönes Haus und hier habe ich mit der Zeit meine Deutschkenntnisse verbessert (vor 17 Jahren, als ich her kam, hieß es von mir u.a. "Wie machst Du, dass der Radio aufhört zu singen?" (ich wollte den Wecker ausschalten...)):

Aber meine alte Heimat - mein ursprüngliches Zuhause - ist Bukarest bzw. Rumänien, und davon zeige ich Euch heute einige Bilder. Bitte nicht erschrecken, dieser Post ist SEHR bilderlastig! Man kann sich aber kaum sein Bild über ein Land machen, wenn man nicht das eine oder andere Foto davon sieht. Es ist ein schönes Land (und ja, auch mit den unschönen Seiten, wie eigentlich überall) und man muss es eigentlich sehen, es lohnt sich. 

Die Bilder sind z.T. über zehn Jahre alt, aus der Zeit, als ich gerade mit dem Fotografieren anfing, sind als Dias mit meiner alten, analogen Spiegelreflexkamera aufgenommen worden und damals nicht besonders gut gescannt (ich muss mal wirklich einen guten Diascanner besorgen, ich habe Tausende Dias, die eigentlich digitalisiert werden könnten/sollten...). Daher ist die Qualität der Bilder nichts Besonderes. Aber erste Eindrücke kann man durchaus gewinnen.

In Bukarest bin ich geboren. Dort dominierte früher (Anfang des 20. Jahrhunderts oder so - in Geschichte war ich nie besonders gut) der Einfluß der französischen Architektur und das brachte der Stadt den Beinamen "der kleine Paris". Leider, leider wurden unter dem Diktator Ceauşescu weiträumig historische Häuser und Kirchen zerstört, um Platz für sozialistische "Werke" zu schaffen. Es gibt viele Plattenbauten (ich bin in so etwas aufgewachsen, aber ich hatte ein schönes Zuhause und mein eigenes Zimmer), aber auch viel Grün.
Die Große Sparkasse (oben), altes Hotel, Nationalmuseum für Geschichte
Nationalbibliothek, Athenäum (Konzerthaus und Philarmonie), Triumphbogen...
Kontraste - alt und neu... (der Kabelsalat ist leider überall, soll aber nach und nach unterirdisch verlegt werden)
Bukarest hat schöne Parks, hier (oben) Cişmigiu, da spielt man gerne auch eine Runde Schach. Blumen werden auch am Straßenrand verkauft, die alten Tränken gibt's noch in den Parks (die gab's auch, als ich klein war)
Verfallene Häuser und Hunde gibt es leider immer noch. Am Unigebäude werden alte Bücher verkauft. Unten links: der Blick aus unserer Küche (unten, mitten im Grün, ist ein Spielplatz). Unten rechts: Zum Glück nicht so viele und eher am Stadtrand - die "Paläste" der Zigäuner...
Der Parlamentspalast (früher "Haus des Volkes") ist das größte Gebäude in Europa und (zumindest damals) das zweitgrößte in der Welt (nach dem Pentagon). Er hat über 5000 Räume, z.T. bis 2000qm groß... Herrschaftsarchitektur halt.
Heimat ist für mich auch das: Transsylvanien und die schöne Stadt Sighişoara (siehe dazu meinen Post hier). Hier haben wir jeden Sommer einen Teil der Ferien bei den Großeltern verbracht. Unbedingt sehenswert!
Die Farben sind tatsächlich so, die ganze Stadt ist voller gelben, blauen, grünen und rosanen Häuser
Zuhause ist für mich auch das Obst im Garten des elterlichen Ferienhauses und Obstverkauf (vor allem Melonen) am Straßenrand
Die Felder im Sommer...
Die schönen Alleen, die Nester der Störche und das Viehtreiben auf den Landstrassen
Im Herbst trainieren die jungen Vögel das Fliegen und fliegen dann los... Hier sind Pelikane (links) und Störche unterwegs. Viele kommen wohl aus dem Donaudelta, wo Tausende von Vögeln leben. Leider war ich aber noch nie selbst dort...
Ich mag auch Transsylvanien mit der schönen Stadt Braşov (Kronstadt) und Bran (beide Bilder rechts unten: Schloß Bran, was den Touristen als Draculaschloss präsentiert wird)
Stausee Vidraru
Ich liebe auch die Berge und die Passstraßen. Oben rechts ist das Schloss Peleş, die ehemalige königliche Sommerresidenz (bis 1947, als die Kommunisten sie ins Exil schickten, hatten wir Könige aus dem Hause Hohenzollern / Sigmaringen).
Meine Fotos vom Schwarzen Meer finde ich leider nicht, dort war ich auch immer gerne...

Und wie sieht die (Kindheits-)Heimat für Euch aus?

Verlinkt bei Eure Urlaubsbilder.

Für alle, die zum ersten Mal hier sind: Das ist eine Serie über was ich auf eine einsame Insel (oder auf die Weltreise) - außer meiner Familie - mitnehmen würde. Was gefällt mir besonders gut oder was liegt mir am Herzen? Was ist eine schöne Kindheitserinnerung, die ich unbedingt mitnehmen möchte? Oder ein schönes Erlebnis?

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3 Kommentare

  1. Wow die Bilder sind so schön! :o *-*

    Liebe Grüße ♥
    www.beautylicioushihi.blogspot.com

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  2. Die Bilder sind alle wundervoll. Da bekomme ich immer den Drang, selber dort hin zu reisen und alles einmal live zu sehen!
    Liebe Grüße,
    Svenja

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  3. Oh Ioana! Das sind ja tolle Eindrücke aus deinem Heimatland! Ganz ehrlich, ohne deine Instagrambilder hätte ich gar nicht gewusst, wie schön es in Rumänien ist. Ist es nicht toll, dass man (ich ) auf diese Weise etwas schönes sehe/lerne ? Leider weiß ich viel zu wenig über dein Land . Ich finde es z.B. faszinierend zu sehn, was für großartige Gebäude es gibt, wie schön es bei euch auf dem Land ist. Zeig doch noch mehr von deiner Heimat, bitte. Da ich so gar keine Ahnung habe, würde mich auch interessieren, wie die Rumänen leben. was ihnen wichtig ist, was ihnen möglich ist, wie ihr Lebensstandard ist, in welchen Familienverbänden sie leben, wie groß sind die Familien. Vieles sieht eigentlich gar nicht so anders aus, als bei uns in Deutschland und dann wiederum so ganz anders....
    Ich freu mich schon auf deinen Post
    Liebe Grüße aus dem Dänemarkurlaub
    Claudia

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